Tonträger

DUO ANDREAS GABRIEL & FABIAN MÜLLER und die "Helvetic Fiddlers"
CD-Cover Alte Schweizer Geigenmusik

Ein vergessener Aspekt der Schweizer Volksmusik des 19. Jahrhunderts ist die Verwendung der Geige. Auf den 250 Fotos von Tanzmusikformationen, die Hanny Christen gesammelt hat, sieht man, wie gross die Verbreitung der Geige als Tanzmusikinstrument einmal war. Zu den Geigen gesellte sich als Begleitinstrument ein selbstgebautes Bassett (etwas zwischen Violoncello und Kontrabass). Das Duo Andreas Gabriel & Fabian Müller hat diese Musik mit seinen Arrangements in eine zeitgemässe Form gebracht. Beim Entwickeln und Erforschen des Repertoires war es ihm ein besonderes Anliegen, den "Schweizer Ton" zu suchen. Das heisst, nicht einfach Spielweisen anderer Fiedeltraditionen auf diese Musik zu stülpen, sondern von den Feldaufnahmen ausgehend, den Stücken eine ganz eigene helvetische Note zu geben.

 

Bestellen

HANOTTERE - Däichwou - Neue Volksmusik für Hanottere, Zither und andere Raritäten
CD-Cover Hanotter

Das Ensemble Hanottere besteht seit 2007 und hat bereits eine CD eingespielt (2009). Lorenz Mühlemann und Thomas Keller sind beide Multiinstrumentalisten; sie verfügen über einen jahrzehntelangen volksmusikalischen Hintergrund. Beide sind begeistert von alter und neuer Schweizer Landmusik, Volksmusik aus dem Alpenraum und weit darüber hin aus. Die vielfältigen Klangfarben seltener Instrumente bezaubern sie immer wieder von Neuem. Die dabei entstehende Musikpalette reicht von poetisch-konzertanten Stücken bis zu fröhlichpulstreibender Tanzmusik, dargeboten mit verschiedensten Instrumentierungen. Gerne verbinden sie Tradition mit Experiment, Altes mit Neuem, Komposition mit Improvisation und suchen mit ihren Musikfreunden einen eigenen Ausdruck. Besonderes Augenmerk gilt der Hanottere (Emmentaler Halszither) und der Zither (Akkordzither, Violinzither und weitere), Instrumente also, die in der Neuen Volksmusik bis anhin nicht zu hören waren und in der breiten Öffentlichkeit seit Jahrzehnten fast vergessen sind.

Bestellen

D'SAGEMATTLER - Bauernmusik Unterägeri 1887

Seit Jahrhunderten wurde Kunstmusik vollständig notiert und blieb überliefert. Tanzmusik hingegen war Gemeingut von "Tanmusigen". Sie wurde in der Regel nicht notiert, wurde von Generation zu Generation weitergegeben und wandelte sich von Zeit zu Zeit und von Ort zu Ort. Zum Glück gab es schon im 19. Jahrhundert die Fotografie. So bleibt uns ein visueller Eindruck der damaligen alpenländischen Tanzmusik: "Tanzmusigen" waren zu Fuss unterwegs, mit Klarinetten, Flöten, Geigen, Kontrabass, Trompeten, Hörnern in allen Grössen, Posaunen, Schlagwerk und in staubigen Schuhen. So auch die Sagemattler, deren erster Leiter und Klarinettist Alois Iten (1814-1865) war. Von ihm ist ein "Klarinettenbüechli" erhalten geblieben, Aufzeichnungen einiger Melodien aus den Jahren 1840/41. Für die vorliegende CD wurden daraus drei Tänze arrangiert. Eine echte Trouvaille ist nun aber der in allen fünf Stimmen handschriftlich überlieferte Notensatz von 119 Sagemattler-Tänzen, wovon 63 vollständig ausgeschrieben und hier teilweise eingespielt sind. Es ist eine einfache, aber feine Tanzmusik.

 Bestellen

EIFACHS.CH - Bauernkapellen 1825-1925

Sind unsere Ohren geprägt von der Tanzmusik der vergangenen 70 Jahre, so sind uns Klänge von Cornet, Flügelhorn oder Tenorhorn eher fremd. Viele Quellen zeigen aber, dass die Blechbläser bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts begehrte Tanzmusikanten waren. 1820 erlebten die Blechblasinstrumente durch die Erfindung der Ventile einen enormen Aufschwung. Besetzungen mit Klarinette und Blechbläsern waren verbreitet, man sprach dann auch von «Füfer-, Sibner oder Niinermusig», und in manchen Dörfern entstanden Blasmusiken. In der Fotosammlung von Hanny Christen sind auf vielen Bildern Blechbläser vertreten. Die vorliegende Aufnahme enthält Stücke aus verschiedenen Epochen und Repertoires: Drei Tänze stammen von der Harmoniemusik Teufen (notiert 1825), elf Tänze von Ferdinand Lötscher (um 1875) und sechs Tänze aus dem Repertoire der Schänner Füfermusig (Alfred Fäh 1920). Die Bürgenstock-Polka hat unser Flügelhornspieler Herbert Kistler arrangiert, sie ist ein neuerer Schlager aus der Ländlermusik.

Bestellen

GESCHWISTER KÜNG - Nüdallgraaduus

Unter Tradition versteht man in der Regel die Überlieferung von Wissen, Fähigkeiten, Sitten oder Gebräuchen, sei es in mündlicher oder schriftlicher Form. Für die Musik sind beide Wege der Weitergabe relevant, jedoch ist die Vermittlung von Spielarten oder Stilgefühl kaum in schriftlicher Form möglich. So mögen auch die Verantwortlichen des Zentrums für Appenzellische Volksmusik "Roothuus" in Gonten gedacht haben, als sie die Geschwister Küng animierten, dem neu veröffentlichten Band "Ufmache wie früehner" Leben einzuhauchen. Dass dies nicht nur eine Ehre, sondern auch Chance und Herausforderung für die jungen Musiker war, ist an dem Ergebnis zu hören. Gleich acht Stücke der Sammlung, die aus der Blütezeit der appenzellischen Volksmusik stammen, haben sie sich zu eigen gemacht, mit Gefühl, Witz, Charme und etwas Frechheit, aber immer mit dem nötigen Respekt vor dem Original arrangiert und bearbeitet. Gemeinsam mit Roman Rutishauser gingen sie an die Stücke heran und liessen sie zum Teil in völlig neuem Kleid erscheinen. Damit reihen sich die Geschwister Küng in die Liste jener jungen Schweizer Formationen ein, die durch die Infragestellung des Althergebrachten die Essenz ihres Erbes erkennen und für andere erkennbar machen können.

Bestellen

JOOLEREI - Eine Jodelreise mit Nadja Räss

Der Usprung des Begriffs Joolerei liegt im Toggenburg. Dort wird das Jodeln als joole bezeichnet, und es beschreibt eine direkte und urtümliche Art zu jodeln. Die Jodelreise, auf die uns Nadja Räss mitnimmt, zeigt eine junge Frau, die mit Bestimmtheit noch nicht angekommen ist. Sie bleibt, so wie man sie kennt, eine Suchende, ohne dabei eine Rastlose zu sein. Ihre zwischenzeitlichen Reiseziele strebt sie geradlinig an, nimmt sich Zeit, dort zu verweilen und diese intensiv zu erleben. Dann aber macht sie sich erneut auf den Weg und sucht die Inspiration. Ihre Musik, ihr Gesang lassen viel Raum für Neues und Überraschungen.

Bestellen

 

 
LA MUSIQUE POPULAIRE EN SUISSE ROMANDE

Wenn man in der Westschweiz von Volksmusik spricht, kann man nicht über einen, sondern nur über eine Vielzahl von Musikstilen sprechen. Der französische Ausdruck «musique populaire» bezeichnet im Gegensatz zu dem in der Deutschschweiz gebräuchlichen Begriff «Volksmusik» nicht die traditionelle volkstümliche Musik. Vielmehr ist damit die Gesamtheit volksmusikalischer Ausdruckformen gemeint, die in den verschiedenen Kantonen und Tälern der Westschweiz anzutreffen sind. Insofern handelt es sich um eine sehr offene und flexible Bezeichnung.

Bestellen

 

HORNROH MODERN ALPHORN QUARTET

Was stellt das Foto auf dem Cover dieser CD dar? Eine Nahaufnahme von Elefantenhaut mit Rissen und Falten? Ein französischer Schimmelkäse? Oder vielleicht doch der Blick auf die Abbrüche und Spalten eines Gletschers? Derartige Irritationen wie auf dem Videostill von Pierre-Yves Borgeaud finden wir auch in der Musik dieser CD, die das hornroh modern alphorn quartet präsentiert. Eine Musik, die nicht nur die Fantasie anregt, sondern auch unsere Hörgewohnheiten hinterfragt. Am besten nimmt man sich Zeit und hört sich ohne Eile Track für Track die beiden CDs an: gewissermassen Slow Listening! Das langsame Erkunden dieser Musikwelt kommt dem Gang über einen Gletscher gleich: Man bewegt sich auf unsicherem Terrain, rutscht und schlittert, dabei werden die Sinne geschärft, und man nimmt aufs Mal Neues und faszinierend Ungewohntes wahr. All das wird möglich dank der «rohen» Natur der Alphörner. Sie verweigern sich partout den Standards der europäischen Musik, die wir von Kind an verinnerlichen, nämlich dem gleichstufig temperierten chromatischen 12-Ton-System, bei dem alle natürlichen Intervalle ausser der Oktave etwas zurechtgestutzt sind. Beim Alphorn gibt es nichts zurechtzustutzen! Es kann nur dem unveränderlichen Gesetz der Obertöne folgen, das aufsteigend immer kleinere Intervalle produziert. Diese sind für unsere Ohren zwar zunehmend unbekannt, aber wegen ihrer einfachen Schwingungsverhältnisse wirken sie doch natürlich und keineswegs dissonant. Sie strahlen die fremdartige Schönheit einer seltenen Pflanze aus. Schon der 7. Oberton fällt im vertrauten 12-Ton-System aus dem Rahmen, und wenn man zum 11. und 13. Oberton hochsteigt, kommt man Schritt für Schritt in immer aufregendere Klangregionen. Und so, wie einen der Berg ruft und in die Höhe lockt, bis man die Gletscher erreicht, so entwickeln auch die Obertöne des Alphorns einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann.

Bestellen

 

RÄMSCHFÄDRA

Musik aus allen vier Himmelsrichtungen, aus den vier Sprachregionen der Schweiz - das ist der Inhalt dieser CD. Auf tüchtig überwucherten, ausgeholzten, verschlungenen Pfaden beschreitet Rämschfädra einen eigenen Weg durch die einheimische Volksmusik. So unterschiedlich die Herkunft der Stücke ist, so unterschiedlich sind die Arrangements, die Rämschfädra in langen Proben und Sessions erarbeitet hat. Rämschfädra - Walliserdeutsch für Löwenzahn - hat sich in vielen Konzerten ein grosses Repertoire erspielt und begeistert mi ihrer lebendigen Art des Musizierens eine wachsende Zuhörerschaft. 

Bestellen 

NOLDI ALDER MIT KLANGCOMBI

Mit Klangcombi geht das Septett von Noldi Alder musikalisch-klanglich und optisch neue Wege. Die MusikerInnen tauchen in den reichen Schatz der Volksmusik ein und verbinden ihn mit dem Erfahrungswissen aus ihrer Ausbildung, mit ihrem eigenen musikalischen Repertoire und ihrer künstlerischen Persönlichkeit. Nicht zuletzt profitiert Klangcombi auch von der überregionalen Zusammensetzung des Septetts: Volksmusikgut aus den sechs Heimatkantonen der Mitglieder (Luzern, Zürich, Zug, Schaffhausen, Schwyz und Appenzell Ausserhoden) fliesst so in das Projekt ein. Vor dem Hintergrund dieser neuen Klangwelt tritt das Septett in den Dialog mit dem Publikum - und geht in jedem Konzert neu auf Stimmungen, Erwartungen und Anstösse ein. Für die Dauer des Konzerts wird Volksmusik zu dem, was sie ursprünglich war: eine lebendige, alle Sinne inspirierende Kommunikation.

Bestellen 

LÄNDLERORCHESTER

In Domenic Janetts Schublade lag 2006 ein skizziertes Werk mit dem Titel Das Ländlerorchester. Sein Wunsch war es, zahlreiche Instrumente der Schweizer Volksmusik in einem grossen Orchester zu vereinen. Eine Art Alpensinfonie im Ton der aktuellen Schweizer Volksmusik also. Mit der Stubete am See in der Tonhalle Zürich war 2008 ein Festival geboren, das für dieses Werk die ideale Bühne bot. Das 35-minütige Werk riss das Publikum förmlich aus den Sitzen. Die Musikanten stammten alle aus Ensembles, die an der Stubete am See 2008 beteiligt waren. Nach diesem Erfolg wurde das Ländlerorchester zum Hausorchester der Stubete am See. Dani Häusler ist nun der zweite Autor, der mit seiner "Waldstätter-Fantasie" ein Auftragswerk der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia geschrieben hat.  

Bestellen

 

MUSIC FROM THE SWISS MOUNTAINS

Mit den Schweizer Bergen werden musikalisch gemeinhin Jodel und Alphorn in Verbindung gebracht. Zweifellos gehören Juchzer, Naturjodel und Alphorn zu den archaischen Klängen der alpinen Bergwelt, auch wenn diese erst in den letzten 200 Jahren zum Inbegriff einer schweizerischen Musik hochstilisiert wurden. Zusammen mit der instrumentalen Tanzmusik gelten sie als Schweizer Volksmusik, die dank einer neuen Generation virtuoser und einfallsreicher Musikerinnen und Musiker auch innerhalb der Schweiz zu neuem Ansehen gelangt ist. Die vorliegende CD gibt einen Einblick in die mannigfaltigen Ausprägungen dieser Neuen Schweizer Volksmusik. 

Mitwirkende

Klangcombi, Max Lässer/Überlandorchester, Helvetic Fiddlers, Töbi Tobler, Arkady Shilkloper, Montferrine, Christian Zehnder, bArde, Marcel Oetiker Trio, Ils Fränzlis da Tschlin, Hanneli-Musig, Noldi Alder, Albin Brun, Dimitri, hornroh, Duo Räss-Gabriel, Geschwister Küng, Thierry Lang.

Bestellen

SCHWEIZER OKTETT - MARCHSTEI

Der Name Marchstei bedeutet für das Schweizer Oktett: Einfangen des Duftes von 10'000 Volksmelodien in ein hübsches Flacon, sich damit über die Grenze machen und es an überraschend neuen Orten öffnen. Aufbruch über Grenzen, welche scheinbar dür die Unendlichkeit mit schweren Steinen markiert sind. Vorstoss in neue Gebiete, jegliche Grenzen - auch in unseren Köpfen - sprengend. Schuberts Oktettbesetzung, endlich um ein Schlagzeug erweitert.

 

Bestellen

SCHWEIZER VOLKSMUSIK

Seit über zehn Jahren ist wieder Bewegung in die vormals weitgehend erstarrte Volksmusikszene gekommen. Eine neue Generation von Musikerinnen und Musikern interessiert sich wieder für die eigenen Wurzeln und die lokalen Musiktraditionen. Offen, aber stets respektvoll greift sie alte Formen, Melodien und Tanzrhythmen auf und passt sie den Anforderungen der heutigen Zeit an. Volksmusik aus anderen Ländern wird dabei nicht einfach ausgeblendet. Man lässt sich - wie früher - von ihr inspirieren und macht etwas Eigenständiges daraus. Diese CD verfolgt zwei Ziele: Einerseits stellt die erste Hälfte die Entwicklung der instrumentalen Volksmusik dar. Andererseits bietet die zweite Hälfte eine Querschnitt durch die Vielfalt der gegenwärtigen Ländlermusik. Neues und Altes stehen heute wieder selbstverständlich nebeneinander und ergänzen sich gegenseitig, indem die Tradition den Boden bildet, auf dem Neues erst wachsen und blühen kann. 

Mitwirkende

Ils Fränzlin da Tschlin, Niinermuisig Sarnen, Hanneli-Musig, Alderbuebe, Rampass, Swiss Ländler Gamblers, Hujässler, Heirassa Revival, Chlepfshit.

Bestellen

STUBETE AM SEE 2008

Steht man im Grossen Saal der Tonhalle Zürich und bewundert die reich bemalte Decke, so stellt man erstaunt fest, dass da oben keine Musiker im Frack abgebildet sind, sondern einfache Volksmusikanten mit Klarinetten und Hirtentrompeten. Die Zuhörer sind in ländliche Trachten gekleidet. Ein stimmiger Rahmen also für ein Volksmusik-Festival. Viel neue Musik sollte entstehen für die Stubete am See: Aus diesem Grund musste jedes Ensemble mindestens zehn Minuten unveröffentlichte Musik mitbringen. Und es gab ein Pflichtstück, die Mazurka MZ 3343 aus dem Repertoire von Johann Josef Peterer sen. Sechs dieser Mazurken finden Sie auf dieser CD. Alle Aufnahmen sind Live-Mitschnitte des Festivals.

Bestellen

STUBETE AM SEE 2010

Die Stubete am See ist ein Festival für Neue Schweizer Volksmusik in urbanem Kontext mitten in Zürich. Die zweite Durchführung im August 2010 versprach: 16 Konzertauftritte im Kleinen Saal der Tonhalle Zürich, ein Konzert im Grossen Saal, 12 Tanzmusikblöcke auf dem Bauschänzli und vier "Original-Stubete" zum Mitspielen des Publikums ebenfalls auf dem Bauschänzli. Nicht weniger als sieben Uraufführungen konnten in der Tonhalle gefeiert werden: Die "Waldstätter-Fantasie" von Dani Häusler für das Ländlerorchester, Curdin Janetts "Giodim, ein rumantscher Liederabend", das neue Programm von Nadja Räss stimmreise.ch, das neue Programm der Hanneli-Musig "Baselbiet 111 Jahre Hanny Christen", die Wiederentdeckung und Erstaufführung der 123 Jahre alten und vollständig erhaltenen Arrangements der Sagemattler Bauernkapelle aus Unterägeri durch das neu gegründete Ensemble aus Tonhalle-Musikern "D'Sagemattler", das neue Programm ALP von bArde und schliesslich die Premiere "Vo Schwyzer, Schwede, Wyn und Wyb" der Gruppe Tritonus.

Bestellen

Copyright © 2007 - 2016 - Design & Development by uny.ch